Fliegen in Corona-Zeiten

Sicher und ohne Ansteckungsrisiko in den Urlaub fliegen - es gibt bereits weitgehende Planungen von Fluggesellschaften und Flughäfen. Klar ist: Es wird harte Auflagen geben, Fliegen wird umständlicher und zeitraubender.

0
Der Flughafen Antalya hat beim Check-in bereits Markierungen angebracht, die den einzuhaltenden Abstand zwischen den Passagieren angeben.

Wenn demnächst wieder geflogen werden darf, wird „Abstand halten“ auch ein zentrales Gebot beim Fliegen sein. Ob alle Airlines zum Beispiel in ihren Maschinen die mittleren Sitze freilassen und so einen wirklich großen Abstand zum jeweiligen Nachbarn herstellen werden, ist zwar noch offen. Denn viele Airlines, die in den letzten Wochen massive Verluste erlitten haben, möchten aus Kostengründen am liebsten mit vollen Maschinen fliegen und nicht jeden dritten potentiellen Passagier verlieren. Doch ebenso offen ist, ob sie von den Regierungen genau dazu gezwungen werden und wie die Schutz- und Hygienevorschriften an Bord genau aussehen werden.

Manche Airlines sind der Meinung, dass das Tragen von Mund- und Nasenschutz ausreichenden Schutz vor Ansteckungen bietet. Auch wollen die Gesellschaften an Bord auf strenge Hygienemaßnahmen achten.

Es gibt freilich auch Rufe nach ganz harten Sicherheitsvorkehrungen. So sind Konzepte auf dem Markt, die Corona-Schnelltests beim Einchecken vorsehen. Sollten die nicht negativ ausfallen, würde der Mitflug verweigert. Andere plädieren dafür, dass Passagiere schon zuhause einen Test machen lassen und am Flughafen einen Immunitätsausweis vorzeigen sollten.

Gewiss scheint zu sein, dass Passagiere künftig bis zu vier Stunden vor Abflug am Flughafen sein müssen. Europäische Airports bereiten sich dem Vernehmen nach auch auf die Einführung flächendeckender Fiebertests für alle abfliegenden und ankommenden Passagiere vor. Es heißt allerdings, dass man solche Temperaturmessungen nur dann einsetzen würde, wenn es eine entsprechende behördliche Auflage gäbe. Auch der Flughafenverband ADV hält nicht viel von flächendeckenden Fiebermessungen an Flughäfen. Man setze eher auf Selbstauskünfte der Passagiere.

Formal anordnen müssten die Kontrollen die jeweils verantwortlichen Behörden der einzelnen EU-Staaten. Bisher hat sich die Bundesregierung beim Thema Fieber-Checks an Flughäfen noch nicht endgültig festgelegt. Während Verkehrsminister Andreas Scheuer der Idee zumindest offen gegenübersteht, äußerte sich Gesundheitsminister Jens Spahn eher zurückhaltend.

Gesucht wird eine Lösung, die flächendeckend für ganz Europa gilt. Und natürlich werden weitere Maßnahmen erwogen. Im Gespräch ist ein gestaffeltes Einchecken der Passagiere, um Warteschlangen zu verhindern. Auch das Einsteigen soll entsprechend angepasst werden. Fahrten zum Flugzeug in engen Bussen soll es zunächst gar nicht geben.

Auch am Flughafen Antalya ist man am Planen für den Wiedereinstieg in den Luftverkehr. So wurden beim Check-in bereits Markierungen angebracht, die den Passagieren zeigen sollen, welchen Abstand sie beim Schlangestehen einzuhalten haben. Weitere Schutz- und Vorsichtsmaßnahmen sind in Vorbereitung.

 

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.