Noch ein Grund für Urlaub in der Türkei: Lira ist günstig wie nie

Während die türkische Bevölkerung unter der Last der massiven Lira-Abwertung leidet, haben ausländische Touristen den Gewinn davon: Deutsche Gäste können sich freuen: Die Lira ist billig wie nie.

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Rund 9 (neun) Lira gibt es zurzeit für einen eingewechselten Euro – gut 40 Prozent mehr als noch zu Jahresbeginn. Das macht nicht nur den Besuch von Restaurants und Bars, sondern auch Ausflüge vom Hotel in die Umgebung noch günstiger, als sie ohnehin schon waren. Vor allem aber werden Shopping-Touren für Dollar- und Eurobesitzer zu Schnäppchen-Erlebnissen: Ob Taschen von Luis Vuitton oder Parfumes von Dior, Anzüge von Pierre Cardin oder teure Sonnenbrillen von Dolce&Gabanna – Touristen aus aller Welt verlassen die Läden mit vollen Einkaufstaschen, in den großen Einkaufszentren herrscht Schlussverkaufs-Stimmung.

Die Lira-Schwäche ist eine Konsequenz der wirtschaftlichen Probleme der Türkei und der Zinspolitik der türkischen Zentralbank. Sie würde zur Stabilisierung der Währung gerne die ohnehin schon hohen Zinsen weiter heraufsetzen, doch da bremst Präsident Erdogan, der auf niedrigere Zinsen pocht. Nach einer vorsichtigen, zweiprozentigen Zinserhöhung in den letzten Tagen konnte sich die Lira kurzzeitig erholen, doch büßte sie diese Gewinne rasch wieder komplett ein. Ausländische Investoren sind durch Corona, die politische Lage und die Schwäche der türkischen Wirtschaft verunsichert.

Bundeskanzlerin Merkel unterstrich mehrfach das deutsche Interesse an einer starken türkischen Wirtschaft. Merkel versicherte dem türkischen Präsidenten Erdogan in einem Telefonat: „Deutschland möchte eine prosperierende türkische Wirtschaft.“ Die gesamte EU profitiere von einer stabilen Lage in ihrer Nachbarschaft.

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