Türkei gilt jetzt als Hochrisikogebiet

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen stuft das deutsche Robert Koch Institut (RKI) die Türkei mitten in der Hauptsaison als Hochrisikogebiet ein.

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Ab Dienstag, 17. August, müssen Menschen, die aus der Türkei kommen und in Deutschland einreisen wollen, daher für fünf bis zehn Tage in Quarantäne. Vollständig geimpfte und genesene Einreisende sind prinzipiell von der Quarantänepflicht befreit. Alle anderen müssen sich nach der Einreise selbst isolieren und können sich davon erst nach fünf Tagen mit einem negativen Test befreien.

Als Hochrisikogebiete werden Länder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko eingestuft. Anders als früher sind dafür aber nicht nur die Infektionszahlen ausschlaggebend. Andere Kriterien sind das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Belastung des Gesundheitssystems in einem Land oder auch fehlende Daten über die Corona-Lage.

Die Corona-Fallzahlen in der Türkei sind Ende Juli stark angestiegen, nachdem Anfang des Monats die Coronamaßnahmen stark gelockert worden Waren. So wurden etwa nächtliche Ausgangsverbote unter der Woche und am Wochenende aufgehoben, die Gastronomie öffnete wieder, Hochzeiten und ähnliche Feste sind wieder erlaubt.

Der Tourismus ist eine wichtige Einnahmequelle des Landes. Im vergangenen Jahr war er um rund 70 Prozent eingebrochen. Im ersten Quartal dieses Jahres lagen die Einnahmen etwa 40 Prozent unter denen des Vorjahres im gleichen Zeitraum. Die meisten Touristen reisen aus Russland in die Türkei, gefolgt von Urlaubern aus Deutschland. Neben Corona machen auch die verheerenden Waldbrände im Südwesten des Landes der Branche zu schaffen.

Quelle: dpa/Tourexpi

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