Türkei im bisher härtesten Lockdown Neue Vorschriften für Touristen

Die Türkei befindet sich bis mindestens 17. Mai im bisher härtesten Lockdown. Touristen sind zwar von den meisten Ausgangssperren ausgenommen, doch haben auch sie einige Neuerungen zu beachten: Außer diversen Corona-Tests ist neuerdings auch eine digitale Einreiseanmeldung Pflicht.

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Mit einem landesweiten Lockdown will die Türkei die Corona-Fallzahlen im Land eindämmen. Alle für den Grundbedarf nicht nötigen Geschäfte müssen täglich ab 19.00 Uhr Ortszeit (18 Uhr MEZ) am Donnerstagabend schließen. Die Menschen dürfen dann bis zum frühen Morgen des 17. Mai nur noch aus triftigen Gründen wie etwa zum Einkaufen auf die Straße. Supermärkte dürfen in dieser Zeit nur zu bestimmten Tageszeiten und nicht an Sonntagen öffnen.

Touristen sind von den harten Ausgangssperren zwar ausgenommen, doch sollten sie einiges beachten: Im ihren Hotels darf Alkohol ausgeschenkt werden, nicht aber in Bars und Restaurants außerhalb. Es wird in türkischen Medien auch darauf hingewiesen, dass manche Geschäfts- und Boutiqueinhaber zwar für Einkäufe bei sich werben, diese aber verboten sind – auch für Touristen.

Von den Restriktionen nicht betroffen sind etwa der Bausektor und Betriebe, die für die Aufrechterhaltung von Produktion und Lieferketten wichtig sind. Reisen zwischen Städten sind nur mit Genehmigung möglich. Es handelt sich um die strengste Maßnahme in der Türkei seit Beginn der Pandemie.

Seit 15. März müssen Reisende (mit Ausnahme türkischer Staatsangehöriger und Personen mit einer Aufenthaltserlaubnis für die Türkei) innerhalb von 72 Stunden vor der Reise ein elektronisches Formular des türkischen Gesundheitsministeriums ausfüllen. Dies gilt nicht für Transitpassagiere. Mit der Anmeldung wird ein individueller HES-Code erstellt, der für den Besuch vieler öffentlicher Einrichtungen und Einkaufszentren nötig ist, und für den gesamten Aufenthalt gilt. Flugpassagiere sind verpflichtet, das ausgefüllte Formular entweder auf ihr Mobilgerät zu laden oder es auszudrucken, damit es beim Check-in vorgelegt werden kann. Das Formular zum Download finden Sie unter https://register.health.gov.tr/

Zudem müssen Reisende ab sechs Jahren bei Einreise auf dem Luft- Land und Seeweg einen negativen PCR-Test vorlegen, der bei Flugreisen zum Ausreisezeitpunkt nicht älter als 72 Stunden sein darf. Dies gilt nicht für den Transportsektor (Flugpersonal. LKW-Fahrer, Seeleute) und für Transitpassagiere. Bei Flugreisen ist der Test beim Check-in vorzulegen.

Für Einreisende, die sich in den letzten zehn Tagen in Großbritannien, Dänemark, Brasilien oder Südafrika aufgehalten haben, gilt daneben eine 14-tägige Quarantänepflicht. Bei Einreisen aus Südafrika und Brasilien erfolgt die Quarantäne in einer staatlichen Einrichtung.

Bei Einreise in die Türkei werden Temperaturmessungen durchgeführt und bei erhöhter Körpertemperatur oder weiteren COVID-19-Symptomen auch zusätzliche Gesundheitsuntersuchungen vorgenommen.

Die Türkei fordert für Reisen nach Deutschland die Vorlage eines negativen PCR-Testergebnisses von allen Reisenden, die älter als zwei Jahre sind. Der PCR-Test darf bei Ausreise nicht älter als 48 Stunden sein. Eine Kontrolle erfolgt seitens der türkischen Behörden. Die Kosten müssen die Reisenden selbst tragen. Positiv Getestete müssen sich in der Türkei in Quarantäne bzw. in ärztliche Behandlung begeben. Diese zwingend notwendige Testung vor Ausreise aus der Türkei befreit nicht von den Regeln für die Einreise nach Deutschland, etwa Quarantänepflichten. Es gelten die jeweiligen Quarantäneverordnungen der Bundesländer.

Quelle: Auswärtiges Amt, Berlin, Agentur AA

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