Neue Ausgangssperre für über 65Jährige gilt NICHT für Touristen

In Antalya gilt bis auf weiteres wieder eine Ausgangssperre für Menschen über 65 Jahre. Nach einiger Verwirrung scheint klar: Touristen sind von der Sperre ausgenommen, Ausländer mit festem Wohnsitz in der Türkei trifft es.

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Ältere Menschen in Istanbul. Symbolfoto: hurriyet.de

Am 15. September haben die Gesundheitsbehörden von  Antalya laut Erklärung des Gouverneurs der Provinz zum Schutz vor Covid-19 eine neue, bislang unbefristete Ausgangssperre für Über-65Jährige verhängt. Diese dürfen seither nur noch von 10 Uhr bis 17 Uhr das Haus verlassen – ansonsten haben sie daheim zu bleiben.

Genau ausgeführt sind in der amtlichen Anordnung die Ausnahmen für noch arbeitende Menschen über 65 und solche, die nachweisbar dringende Angelegenheiten bei Behörden zu erledigen haben. Keine Angaben aber werden in dem offiziellen Papier darüber gemacht, ob die Sperre auch für Touristen aus dem Ausland gilt.
Das führte zunächst zu erheblicher Verwirrung.

Mehrere deutschsprachige Websites in Antalya meldeten, dass die Ausgangssperre auch Ausländer betrifft. Der Dienst von hurriyet.de behauptete ebenfalls: „Für Bürgerinnen und Bürger über 65 Jahren (Einwohner wie auch Touristen) gilt momentan, dass sie nur von 10 bis 17 Uhr raus dürfen, unter Beachtung der Maskenpflicht und Abstandsregeln. Das gilt allerdings nicht für die private Hotelanlage, wo man natürlich auch länger draußen bleiben darf, sondern für den öffentlichen Raum“.

Die türkische Botschaft in Berlin erklärte dagegen: „Die Ausgangsbeschränkungen für Menschen 65+ gelten nur für BürgerInnen der Türkei“. Ausländische Touristen seien von der Regelung ausgenommen.

Der Gouverneur von Antalya ergänzte später auf Nachfrage ausländischer Vertretungen, es sei niemand betroffen, der sich ausschließlich zu touristischen Zwecken im Land aufhalte. Residenten, also Ausländer, die überwiegend in der Türkei lebten, müssten sich aber an die Sperre halten.

Meinantalya.com hatte aufgrund falscher Informationen von Hurriyet.de zunächst berichtet, dass auch Touristen betroffen seien. Dafür entschuldigen wir uns.

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